Verzeichnispfad: Internetplattform Österr. Recht / Familienrecht / Aufteilungsverfahren / L / Liegenschaften Wertermittlungsmethode Anfechtung

Anfechtung der Wertermittlungsmethode betreffend der Liegenschaften



Die Wertermittlungsmethode unterliegt nicht der Anfechtung vor dem OGH, sondern ist vom Sachverständigen auszuwählen, der dabei den jeweiligen Stand der Wissenschaft und die im redlichen Geschäftsverkehr bestehenden Gepflogenheiten zu beachten hat.

Besteht für die Wertermittlung durch einen Sachverständigen – wie hier für das eheliche Haus – keine gesetzlich vorgeschriebene oder vom Gericht vorgegebene Methode, so hat der Sachverständige gemäß § 7 Abs 1 LBG die geeignete Methode unter Beachtung des jeweiligen Stands der Wissenschaft und der im redlichen Geschäftsverkehr bestehenden Gepflogenheiten selbst auszuwählen. Die Auswahl der Bewertungsmethode kann in diesem Fall nur dann vom Obersten Gerichtshof überprüft werden, wenn ein Verstoß gegen zwingende Denkgesetze und zwingende Gesetze des sprachlichen Ausdrucks unterlaufen ist. Das gleiche würde gelten, wenn die vom Gericht gewählte Methode auf abstrakten Überlegungen ohne entsprechende Tatsachenermittlungen basieren würde . Sonst gehört das von den Tatsacheninstanzen gebilligte Ergebnis des vom Erstgericht beigezogenen Sachverständigen zur Ermittlung des  Verkehrswerts dem Tatsachenbereich an, der vom Obersten Gerichtshof nicht überprüfbar ist

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