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§ 180a ABGB bis 31.01.2013



Bewilligung

ABGB § 180a
(1) Die Annahme eines nicht eigenberechtigten Kindes ist
zu bewilligen, wenn sie dessen Wohl dient und eine dem Verhältnis
zwischen leiblichen Eltern und Kindern entsprechende Beziehung
besteht oder hergestellt werden soll. Ist das Wahlkind
eigenberechtigt, so ist die Annahme nur zu bewilligen, wenn die
Antragsteller nachweisen, dass bereits ein enges, der Beziehung
zwischen leiblichen Eltern und Kindern entsprechendes Verhältnis
vorliegt, insbesondere wenn Wahlkind und Annehmender während fünf
Jahren entweder in häuslicher Gemeinschaft gelebt oder einander in
einer vergleichbar engen Gemeinschaft Beistand geleistet haben.
  (2) Die Bewilligung ist, außer bei Fehlen der Vorraussetzungen des
Abs. 1, zu versagen, wenn ein überwiegendes Anliegen eines leiblichen
Kindes des Annehmenden entgegensteht, insbesondere dessen Unterhalt
oder Erziehung gefährdet wäre; im übrigen sind wirtschaftliche
Belange nicht zu beachten, außer der Annehmende handelt in der
ausschließlichen oder überwiegenden Absicht, ein leibliches Kind zu
schädigen.

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